„Ich bin nur glücklich, wenn ich laufe“

Marlena Ida Teitge (31) wohnt in Brno (Tschechien). Wir haben die Übersetzerin für Englisch und Französisch zum Laufgespräch getroffen.

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Marlena, wie bist du zum Laufen gekommen?

Ich war als Jugendliche in einer Leichtathletik-Mannschaft und die Laufdisziplin hat mir am meisten Spaß gemacht und dort hatte ich auch die größten Erfolge. Seitdem gehört das Laufen zu meinem Leben. Meinen ersten Marathon habe ich meinem Freund zu verdanken, der selbst Marathonläufer ist und mich überredet hat mich beim Lissabon Marathon anzumelden.

Was magst du am Laufen?

Die Bewegung an sich. Ich liebe es mich an der frischen Luft zu bewegen und bis an meine Grenzen zu gehen. Mit jedem Schritt fühle ich mich leichter und freier.

Wie sieht dein Lieblingstraining aus?

Früh morgens, noch vor dem Frühstück, raus aus dem Bett und rein in die Laufschuhe. Dann laufe ich meine Runden im Park und baue Fahrtenspiele ein, wenn mir danach ist. Anschließend zwanzig Minuten Yoga, am liebsten auch draußen. 

Läufst du alleine oder mit Freunden?

Ich laufe zusammen mit meinem Freund oder allein.

Bist du Mitglied einer Laufvereinigung/Laufgruppe?

Nein.

Du bietest in Brno Lauf-Sightseeing an. Was erwartet die Teilnehmer?

Es geht darum die Stadt Brno laufend zu entdecken. Die Idee ist, Touristen oder Geschäftsleuten, die gerne joggen, Brno mit den Augen einer „Einheimischen“ zu zeigen. Es werden verschiedene Routen durch die Stadt, die Parks oder eine Kombination aus beiden angeboten. Natürlich gehen wir auch auf spezielle Wünsche der Kunden, was die Länge oder die Art der Strecke angeht, ein. Unsere Touren sind auf Englisch, Deutsch und Tschechisch.

Man findet uns unter www.runningtoursbrno.com und www.facebook.com/runningtoursbrno/. 

Hast du Vorbilder oder Läuferinnen und Läufer, die dich inspirieren?

Ich bewundere Kathrine Switzer. Sie lief als erste Frau 1967 den Boston-Marathon, obwohl der damalige Veranstalter sie noch kurz nach dem Start aus dem Rennen ziehen wollte. Sie befreite sich und ebnete damit den Weg für alle heutigen Marathonläuferinnen.

Wie passt das Laufen in deinen Tagesablauf?

Das ist leicht für mich, da ich selbstständig bin und mir meine Zeit relativ gut einteilen kann. Ich versuche 2-3 mal unter der Woche und zweimal am Wochenende zu laufen. Am liebsten jogge ich früh morgens, wenn die meisten noch im Bett liegen oder sich auf den Weg zur Arbeit machen.

Misst du deine Läufe/Distanzen/Zeiten mit einer App oder GPS-Uhr? Und wenn ja, mit welchem Programm? 

Ja, anfangs habe ich Endomondo benutzt, da hat mir die soziale Interaktion mit Lauffreunden gut gefallen. Dann habe ich mir eine Garmin-Laufuhr gekauft und tracke meine Läufe jetzt nur darüber.

Was hat dir das Laufen gelehrt?

Ich bin nur glücklich, wenn ich laufe.

Welche ist deine schönste Lauf-Erinnerung?

Das ist schwer zu sagen. Ich bin dankbar für jeden einzigen Lauf und möchte weder die guten noch die schlechten Momente missen. Ich genieße es besonders, einen Marathon mit einem Städtetrip mit Lauffreunden zu verbinden. So verbringt man ein Wochenende in einer neuen Stadt und fiebert erst gemeinsam auf den Lauf hin und anschließend wird gefeiert.

Hörst du beim Laufen Musik? Wenn ja, was hörst du?

Nein, ich laufe bewusst ohne Musik, weil ich mich so besser auf die Natur und meine Umgebung einlassen kann. Außerdem denke ich beim Laufen nach, da stört mich Musik eher.

Welches sind deine nächsten Ziele?

Es gibt viele aufregende Laufveranstaltungen, an denen ich gerne teilnehmen möchte, wie den GORE-TEX Transalpine-Run. Mein nächstes Ziel ist aber mein morgiger Lauf nach dem Aufstehen.

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