„Als Läufer bin ich an intakter Natur und sauberer Luft interessiert.“

Markus Reber (63) wohnt in Bern. Markus managt seit Jahren die erfolgreiche Running-Abteilung des Stadtturnverein Bern und ist Running Coach. Wir haben den pensionierten Eisenbahner (SBB) zum Laufgespräch getroffen.

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Wie bist du zum Laufen gekommen?

Ein Sportlehrer der Sekundarschule Viktoria meldete mich zum Jugendwettkampf „Dr gleitigscht Bärner Giel“ an. Als ich stolz mit dem gewonnenen Pokal heimkehrte, war es um mich geschehen. Das Laufen hat mich seither nie mehr losgelassen.

Was magst du am Laufen?

Eigentlich alles! Leichtes Training, hartes Training, Wettkampf, in der Natur, in der Stadt.

Wie sieht dein Lieblingstraining aus?

Die Abwechslungs macht’s aus. Ein allumfassendes Training mit sämtlichen Konditionsfaktoren. Aber konkret:

Laufen auf flacher Strecke: 10′ Warm-up, Fahrtspiel 1×4′, 2×2′, 4×1′, 8×30“, 10×15“, Pausen analog, 10′ Cool-down.

Läufst du alleine oder mit Freunden?

Beides. Als Running Coach ausschliesslich in der Gruppe. So geniesse ich dann meine persönlichen Laufeinheiten alleine und ganz besonders.

Bist du Mitglied einer Laufvereinigung/Laufgruppe?

Ich bin Mitglied des STB, seit 1967 nach meinem Erfolg am „Gleitischte Bärner Giel“.

Hast du Vorbilder oder Läuferinnen und Läufer, die dich inspirieren?

Meine Jugendidole waren David Bedford, Lasse Viren, später faszinierten mich die unvergesslichen Duelle zwischen Sebastian Coe und Steve Ovett. Hautnah miterleben durfte ich auch die Karriere meines Vereinskollegen Markus Ryffel, welcher mich in jeder Beziehung inspirierte.

Wie organisierst du dein Training? Wie passt das Training in deinen Tagesablauf?

Die Vereinstrainings sind im Wochenablauf strukturiert und langfristig geplant. Für meine wichtigen individuellen Trainings frage ich mich eher: Wie passt der Tagesablauf in mein vorgesehendes Training. Immer öfter gibt es aber auch Spontanentscheide.

Misst du deine Läufe/Distanzen/Zeiten mit einer App oder GPS-Uhr? Und wenn ja, mit welchem Programm?

Lange Zeit verweigerte ich zuviel Technologie. In der Funktion eines Laufleiters muss ich heute mitreden können. Zuerst benützte ich die App Runtastic, heute laufe ich mit der Polar M400.

Was hat dir das Laufen gelehrt?

Viele Faktoren meiner Persönlichkeitsentwicklung wurde durch das Laufen beeinflusst. Zum Beispiel Umweltschutz: Als Läufer bin ich an intakter Natur und sauberer Luft interessiert.

Welches ist deine schönste Lauf-Erinnerung?

Oh da gibt es unzählige… Früher die Teilnahme als Ergänzungsläufer an Cross-Europacups oder die Trainingslager in St. Moritz. Mein letztes Highlight war zweifellos aber die Gigathlon 2013 Teilstrecke Bern Marzili via Stauwehr zum Ziel auf dem Bundesplatz. Auf einer meiner Haustrainingsstrecken durfte ich diesen Schlussteil als Läufer eines 6to15-Teams bestreiten.

Hörst du beim Laufen Musik? Wenn ja, was hörst du?

Nein, das definitiv nicht. Hier gehört meine ganze Aufmerksamkeit dem Körpergefühl.

Welches sind deine nächsten Ziele?

Teilziele verfolge ich spontan an einigen ausgewählten Wettkämpfen. Mein Hauptziel aber ist und bleibt: Lebenslanges gesundes Laufen.

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