„Beim Laufen kann man den Kopf ausschalten und sich richtig auspowern.“

Rahel Meili (27) wohnt in Bern. Wir haben die Doktorandin und wissenschaftliche Assistentin zum Laufgespräch getroffen.

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Wie bist du zum Laufen gekommen?

Durch die Jugendriege bin ich zur Leichtathletik gekommen. Ich habe dann in einem Leichtathletikverein einige Jahre Mehrkampf betrieben. Da hat sich jedoch schon herauskristallisiert, dass mir der abschliessende 1000m resp. 800m am besten liegt. Jedoch habe ich mich dann mit 20 Jahren zuerst noch dem 400m und den 400m Hürden zugewandt, bevor ich mit ca. 23 Jahren zu den Mittelstrecklerinnen (800m und 1500m) und schliesslich mit 26 Jahren zu den Langstrecklerinnen im Stadtturnverein Bern gewechselt habe.

Was magst du am Laufen?

Beim Laufen kann man (meistens) den Kopf ausschalten und sich richtig auspowern, ohne auf irgendwelche komplizierten Spielregeln oder Techniken achten zu müssen. Auch schätze ich es sehr, dass man beim Laufen draussen an der frischen Luft ist und die Umgebung erkunden kann.

Wie läufst du normalerweise? (Dauer, Tempo)?

Grundsätzlich finden Dauerläufe, Tempoläufe und Intervalle Einzug in meinem Trainingsalltag. Jedoch kann die Häufigkeit der einzelnen Formen je nach Saison variieren.

Hast du eine Lieblingsrunde?

Die Strecken in Bern von der Schönau hinauf zur Auguetbrücke und wieder zurück gehört sicherlich zu meinen Favoriten. Hinauf hat man einen super Ausblick auf die Berge des Berner Oberlandes und kann ab und zu auch noch den Flugzeugen beim Starten und Landen zuschauen. Hinzu kommt, dass die Strecke weitgehend flach ist.

Läufst du alleine oder mit Freunden?

Dienstag und Donnerstag steht das STB Lauftraining auf dem Programm. Da sind wir eine super Gruppe, die zusammen trainiert. Ansonsten geniesse ich es auch alleine oder mit „nur“ einer weiteren Person laufen zu gehen.

Bist du Mitglied einer Laufvereinigung/Laufgruppe?

Ich bin Mitglied im Stadtturnverein Bern (STB)

Hast du Vorbilder im Laufen?

Ich orientiere mich gerne an den schnellen Schweizerinnen im Langstreckenbereich.

Wie organisierst du dein Training? Wie passt das Training in deinen Tagesablauf?

Ich trainiere meistens am Abend, da ich zu dieser Zeit meist eine kopflüftende Abwechslung benötige. Ab und zu trainiere ich auch über den Mittag – meistens dann, wenn ich zwei Trainingseinheiten am Tag absolviere. Früh am Morgen trainiere ich nicht sehr gerne, da ich eher ein Morgenmuffel bin und diese Zeit auch gerne nutze, um effizient zu arbeiten.

Misst du deine Läufe/Distanzen/Zeiten mit einer app oder GPS-Uhr? Und wenn ja, mit welchem Programm?

Ich habe eine Garmin Forerunner 235 und lade meine Daten auf das Garmin App sowie auf Strava hoch.

Was ist deine Lieblings-Trainingseinheit?

8x 1000m mit 90` Trabpause im Mattenquartier in Bern mit dem STB. Die Strecke ist flach, man kann es richtig schön rollen lassen und sich innerhalb der Gruppe zu schnellen Kilometerzeiten anstacheln. Da wir dieses Training immer mal wieder absolvieren, kann ich die Zeiten vergleichen und erkennen, wie fit ich gerade bin.

Was hat dir das Laufen gelehrt?

Unmöglich ist vergänglich – ich hätte nie gedacht, dass ich eine so schnelle 10km Zeit laufen kann, wie ich letzten Frühling gelaufen bin.

Hörst du beim Laufen Musik? Wenn ja, was hörst du?

Ich höre nur in zwei Situationen Musik beim Laufen:

Wenn ich einen gemütlichen Dauerlauf machen sollte und ich nicht sehr motiviert bin, diesen zu absolvieren. Dann höre ich meistens Musik, zu welcher ich auch gerne tanze, wie z.B. Salsa, Bachata, Kizomba, oder Reggaeton. Z.B. das Lied “Es tu Mirada” (Leoni Torres) motiviert mich meistens mich zu bewegen.

Vor einem Wettkampf: Dann höre ich sehr schnelle und „aggressive“ Musik wie z.B. Love runs out (One Republic) oder The kids aren`t alright (The Offspring).

Welches sind deine Ziele im Laufen? Gibt es z.B. einen bestimmten Lauf, den du mal machen möchtest oder eine Zeit, die du erreichen willst?

Nächstes Jahr ist es mein Ziel, die Zeiten, die ich 2017 gelaufen bin zu unterbieten. Schön wäre auf die Distanz von 10km eine Zeit unter 37min zu laufen. Da mir der Halbmarathon im 2017 nicht gut gelungen ist, setze ich mir nächstes Jahr das Ziel eine Zeit nahe der 1h20min Grenze zu laufen. Im Herbst plane ich dann meinen ersten Marathon zu laufen. Eine Zeit unter 3h ist dort das Ziel.

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