“Gute Dinge passieren nicht einfach über Nacht.”

Taylor Robinson (21) kommt aus Oxfort. Wir haben die Digital Marketing-Fachfrau zum Laufgespräch getroffen 

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Was magst du am meisten am Laufen?

Laufen war eine Konstante in meinem Leben für die letzten zwei Jahre. In den letzten zwei Jahren bin ich aus dem Elternhaus ausgezogen, habe die Universität abgeschlossen und bin in die Alltagswelt von Steuern, Mieten und Job eingetreten. Da war viel Unsicherheit dabei. Manchmal fragte ich mich, was in der nächsten Woche, in der nächsten Monaten passieren würde. Aber das Laufen war immer da. Wenn das Leben hektisch wird, kann ich meine Laufschuhe anziehen, einen 10 Kilometer-Lauf rauspowern und eine Stunde lang sorgenfrei sein.

Wie wurdest du zur Läuferin?

Ich habe in meinem 2. Jahr an der Universität begonnen zu laufen. Irgendwann als meine Prüfungen anstanden. Ich war unglaublich gestresst, was sich auch dadurch äusserte, dass ich extrem unzufrieden mit meinem Körper war. Als ich mit Laufen begann war ich 75 Kilo. Ich wollte mehr Gewicht verlieren, mich besser fühlen und einen gesunden BMI erreichen. Die Kombination aus Stress und dem Wunsch Gewicht zu verlieren haben mich dazu bewogen mein erstes Paar Laufschuhe zu kaufen und einfach loszulaufen. Ich werde mich immer an meinen ersten Lauf erinnern. Nach 30 Sekunden war ich bereits ausser Atem.

Wie sieht deine Trainingsplanung aus?

Ich habe keinen Plan wann ich Laufen gehen. Ich will flexibel bleiben. Ich liebe das Laufen, aber ich bin nicht die Person, die Verabredungen absagt, um Laufen zu gehen. Trotzdem muss ich dreimal pro Woche im Minimum raus. Ideal sind vier bis fünfmal Pro Woche. Unter der Woche laufe ich kürze Distanzen zwischen 5 und 10 Kilometer. An den Wochenende versuche ich längere Distanzen zu laufen.

Hast du eine Lieblingsstrecke?

Meine Lieblingsstrecke ist jene, welche ich meistens in meiner Universitätsstadt Leicester lief. Dort gab es einen Kanal an meinem Haus, den ich liebte. Die Strecke ging auch durch den Victoria Park, der vor allem im Sommer wunderbar ist. So konnte ich fast täglich alle schönen Teile der Stadt erleben. Das war vor allem für meine Laune sehr gut. Meine momentan Strecke in meiner Heimatstadt ist eine Gerade rauf auf einen Hügel. Praktisch daran ist, dass ich mich ohne Kurven und Ecken nie verlaufen kann.

Was ist dein Lieblingstraining?

Laufen natürlich! Ich mag Tempo- und Hügeltraining nicht so. Ich weiss, die sind nötig. Aber lockerer Dauerlauf auf flacher Strecke mag ich, weil es einfach ist. Daneben mache ich High Intensity Interval Training (HIIT) und stemme Gewichte. Diese Trainings sind gut, wenn es draussen zu kalt ist. Aber nichts ist wie Laufen.

Läufst du alleine oder mit Freunden?

Normalerweise alleine. Manchmal begleitet mich mein Freund. Ich habe ihn herausgefordert im Oktober einen 10 Kilometer-Lauf zu laufen. So wird er wohl nun öfters mit mir rauskommen.

Bist du Mitglied in einem Laufclub?

Nein, es gibt nur mich.

Hast du Vorbilder beim Laufen?

Ich denke dass die körperlichen Fähigkeiten von Chrissie Wellington absolut beeindruckend sind. Es ist unmöglich von einer Athletin wie ihr nicht inspiriert zu werden. Ich finde aber Frauen und Männer, die in ihrem vollgepackten Leben Zeit finden zu Laufen die besten Vorbilder.

Ich verfolge Amateur-Läuferinnen und -Läufer auf Instagram. Ich finde das viel inspirierender, als Profi-Athleten, die ihr Training nicht dem Alltag mit Arbeit, Familie usw. anpassen müssen. Deshalb ist meine Lieblingsläuferin Jemma Lewis (@thisgirlcanrunfar). Sie ist es Wert auf Instagram zu followen.

Hörst du Musik beim Laufen?

Ich könnte nie ohne Musik laufen. Oder wäre sicher nicht halb so gut ohne Musik. Ich habe eine Spotify-Playlist, dich ich immer wieder mal anpasse. Darauf ist ein bisschen alles von Rage Against The Machine zu Zara Larsson zu Chvrches. Es muss einfach abgehen. 

Zeichnest du dein Training mit einer App oder GPS-Uhr auf?

Seit Beginn benutze ich Nike Running. Seit Weihnachten habe ich eine Fitbit, Die ist auch .

Was hat dich das Laufen gelehrt?

Geduld. Gute Dinge passieren nicht einfach über Nacht! Und Durchhaltewille. Wenn ich nach der ersten Woche aufgehört und mir eingeredet hätte, dass ich nur 12 Minuten-Meilen laufen kann, wäre ich nie dort wo ich heute bin. 7 Minuten-Meilen laufen und für einen Halbmarathon trainieren.

Welche Ziele hast du beim Laufen

Ich möchte mich für Boston qualifizieren bevor ich 30 bin. Und vielleicht sogar mal einen Ultramarathon laufen. Kurzfristig will ich dieses Jahr zwei Halbmarathons laufen. Einmal unter 2.10 und einmal unter 2 Stunden. Im Oktober laufe ich einen 10 Kilometerlauf, an dem ich unter die Top-3 meiner Kategorie kommen möchte. 2019 will ich einen Marathon laufen. Da ich die Geschichte von Jugoslawien liebe, wäre der Sarajevo-Marathon oder der Belgrad-Marathon zuoberst auf der Liste.

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